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Belletristik TB

'Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an ...' Gabriele freut sich schon lange auf all die freie Zeit. Nun ist der Tag da, sie ist in Rente und kann die Welt erobern. Doch plötzlich ist gerade die Zeit ihr größtes Problem: Ihre Freunde arbeiten oder haben Familie. Sie ist allein, egal, wohin sie geht. Ihr studierender Sohn interessiert sich kaum für sie. Doch dann begegnet sie drei unternehmungslustigen Frauen. In deren Mitte lebt sie auf und lernt einen faszinierenden Mann kennen: Wolf. Der macht mit Jugendlichen Survival-Training im Schwarzwald. Und fragt sie, ob sie als weibliche Begleitung mit will ... Ein Mut- und Muntermacher!

Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft: drei Frauen in Maine 'Ich kann dir nichts über das Meer beibringen', hatte Ann einmal zu Mina gesagt. 'Du spürst es oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten.' Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.

'Flusslinien' ist ein großer Generationenroman über das Leben mit den Wunden, die uns zeichnen, und die Frage, wie man lernt loszulassen, zu vertrauen und weiterzuatmen. Margrit ist hundertzwei und wartet auf den Tod. Jeden Tag lässt sie sich von Arthur in den Römischen Garten bringen. Dort, mit Blick auf die Elbe, erinnert sie sich - an den Krieg, ihre Liebhaber und an Else, Gestalterin des Gartens und die große Liebe ihrer Mutter. Margrits Enkelin Luzie hat sich von der Schule abgemeldet und übernachtet nun heimlich am Fluss. Während sie ihre Großmutter tätowiert, versucht sie, Stich für Stich, ihre Kraft und ihr Leben zurückzugewinnen. Und dann ist da noch Arthur. Wenn er gerade niemanden zur Dialyse fährt, erfindet er Sprachen, sucht mit einer Metallsonde den Strand ab und ringt mit einer Schuld. Um nicht vom Strom der eigenen Erinnerungen fortgerissen zu werden, müssen sich die drei auf sich selbst besinnen. Und aufeinander einlassen.

Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet - als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.

Jeden Morgen greift Sybil van Antwerp zu Füller und Papier und schreibt: an ihren Bruder, an ihre beste Freundin, an Autorinnen und Autoren. Sie hält fest, was sie begeistert, bewegt oder verärgert. Und dann gibt es da den einen Brief, an dem sie seit Jahren arbeitet, ohne ihn jemals abzusenden ... Mit ihren dreiundsiebzig Jahren nutzt Sybil ihre Klugheit und ihren geistreichen Humor, um die Welt in Wort zu fassen. Doch jenseits ihrer umfassenden Korrespondenz hält sie die Menschen, die sie liebt, seit drei Jahrzehnten auf Abstand. Bis eine Nachricht aus ihrer Vergangenheit sie zwingt, sich dem schmerzhaftesten Kapitel ihres Lebens zu stellen. Nun muss Sybil jenen Brief abschicken, an dem sie all die Jahre geschrieben hat. Und sie muss den Mut finden, sich selbst zu vergeben.

Als Grace, eine pensionierte Mathematiklehrerin, von einer fast vergessenen Freundin ein heruntergekommenes Häuschen auf einer Mittelmeerinsel erbt, siegt ihre Neugier. Ohne Rückflugticket, Reiseführer oder einen Plan fliegt sie nach Ibiza. Zwischen den rauen Hügellandschaften und goldenen Stränden der Insel macht Grace sich auf die Suche nach Antworten über das Leben ihrer Freundin - und das Rätsel ihres Todes. Was sie dabei entdeckt, ist merkwürdiger, als sie es sich je hätte träumen lassen. Eine Wahrheit, die unmöglicher kaum sein könnte. Doch um sich auf sie einlassen zu können, muss Grace sich erst ihrer eigenen Vergangenheit stellen. Eine Geschichte voller Wunder und wilder Abenteuer.

Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang. 'Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?', fragt sie. 'Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf', erwidere ich. 'Danke. Probieren Sie es trotzdem.

Narin ist neun, als die Arbeiten des Dammprojektes der türkischen Regierung in ihrem Dorf beginnen. Ihre Großmutter ist fest entschlossen, ihre Enkelin trotzdem ungestört taufen zu lassen, und bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Bevor sie aufbrechen, besucht Narin das Grab ihrer Ururgroßmutter Leila, um sich zu verabschieden, und fragt sich, ob der neben Leila begrabene, mysteriöse Engländer Arthur Smyth, 'König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere', etwas mit ihrer Geschichte zu tun hat. Wer war dieser Mann von den Ufern der Themse, und wie ist ihr eigener Lebensweg mit dem seinen verwoben?
Ein soghafter Roman über verschlungene Schicksale und jahrhundertealte Konflikte.

Ein warmer Roman über Gemeinschaft, Familie und die Kraft, neu anzufangen Anne Gesthuysen entwirft ein hinreißendes Panorama des Lebens am Niederrhein: Sie erzählt von einer jungen Pastorin, die mit großen Herausforderungen konfrontiert wird, von einer Mutter, die unermüdlich für ihr Kind kämpft, und von einer Dorfgemeinschaft, die Schicksal spielt.  In Alpen am Niederrhein laufen die Vorbereitungen für das jährliche Spargelfest auf Hochtouren. Doch Pastorin Anna von Betteray hat ganz andere Sorgen. Raffaela, ein Mädchen, das seit einem Unfall geistig behindert ist, liegt im Koma. Sie wurde bewusstlos aufgefunden, niemand weiß, was passiert ist. Die Polizei folgt den spärlichen Spuren, das Dorf ermittelt eifrig mit. Auch ihre eigene Familie bereitet Anna Kummer, doch als unvorhergesehene Ereignisse die Menschen zusammenbringen, zeigt sich: Hoffnung kann blühen, wenn man es am wenigsten erwartet. Mit viel Witz und psychologischem Feingefühl erzählt Anne Gesthuysen von Schuldgefühlen und Mutterliebe, der Kraft einer Gemeinschaft und einem Leben, das endlich gelebt werden will.

Leichtfüßig, raffiniert und witzig erzählt Bestseller-Autorin Alina Bronsky die Geschichte einer schillernden Freundschaft zweier Menschen, die aus unterschiedlichen Welten stammen - und am Ende nicht mehr ohne einander sein wollen. Ein Buch, das begeistert! Sie begegnen sich zum ersten Mal in einer Vorlesung: Moni Kosinsky hat drei Enkel, mehrere Nebenjobs und liebt knalligen Lippenstift und hohe Absätze. Sie ist fest entschlossen, heimlich ihrem Traum vom Mathe-Studium nachzugehen, auch wenn sie am Anfang für die Putzfrau gehalten wird. Der hochbegabte Oscar ist 16, hat einen Adelstitel und ist noch nie mit der U-Bahn gefahren. In der Not helfen sich die beiden Außenseiter - und begreifen bald, dass sie nur gemeinsam weiterkommen können. Ein einfühlsamer und tragikomischer Roman über ein unvergessliches Duo sowie das Porträt einer selbstlosen Frau, die ihr Leben lang unterschätzt wird, bis sie beschließt, sich einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Wer war Hanna? Diese Frau, die so oft aus der Rolle fiel, die nacheinander ihre drei Studienfreunde heiratete und drei Töchter bekam, immer mit Gedichten im Kopf, über die sie den Alltag vergaß, die ihren Platz suchte zwischen den Erwartungen der Familie an sie und den eigenen Ansprüchen - und nur selten für sich sein konnte. Viele Jahre nach Hannas Tod blickt die jüngste Tochter zurück auf das Leben ihrer Mutter, auf die eigene Kindheit im Rheinland der Siebziger und Achtziger, in der Hanna dafür sorgt, dass die Tage immer etwas anders sind als üblich. Ein Leben zwischen Bürgerlichkeit und Boheme: mit Champagner und Puschkin am Sonntagmorgen im Bett, Besuche nach der Schule in der Institutsbibliothek, wo die Mutter arbeitet und mit verschüchterten Studenten flirtet, Pokern unterm Weihnachtsbaum, abenteuerliche Fahrten in der Ente - bis sich Hanna entscheidet, die Familie zu verlassen und ihr Leben allein von vorn zu beginnen. Mit großer Einfühlsamkeit und Leichtigkeit erzählt Caroline Peters von den Fragen einer Tochter an die verstorbene Mutter und an sich selbst - und davon, was es heißt, eigene Wege zu gehen. Ein sehr persönliches Buch, kraftvoll, berührend und von hinreißendem Humor.

Kalina Serce, jüngster Spross einer Frauendynastie, betritt eine lange verlassene Villa - die frühere Pension Glück im schlesischen Langwaltersdorf. Hier traf sich einst Kalinas Urgroßmutter Berta mit ihrem Geliebten. Berta träumt davon, mit ihm nach Prag zu fliehen. Als der Vater dies jedoch verhindert, schreitet sie zu einer ungeheuren Tat. Joanna Bators deutsch-polnische Familiengeschichte, die 1938 einsetzt und bis in die Gegenwart reicht, erzählt von Frauen, die für ihre Freiheit und ihr Lebensglück aufs Ganze gehen - von ihren Triumphen und Niederlagen und dem langen Schatten ihrer Geheimnisse. Mit ihrem sezierenden und oft gnadenlosen Blick auf weibliche Sehnsüchte, auf Lebenslügen und verblendete Selbstbilder gelingt der Autorin ein ungemein vitales, von Wut und Witz sprühendes Werk.

Chani hat es geschafft. Sie hat den Mann geheiratet, den sie sich ausgesucht hat - nicht selbstverständlich, wenn man in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde lebt. Und was nun? „Seid fruchtbar und mehret euch“, natürlich, aber genau das funktioniert eben nicht. Chani ist verzweifelt, denn ihr Mann Baruch kann sie verstoßen, wenn sie ihm keine Nachkommen schenkt. Und wer wäre sie dann noch unter ihresgleichen? Zwischen Rabbi, Fruchtbarkeitsklinik und ihrer Schwiegermutter muss Chani „HaSchem“ ein Schnippchen schlagen.

Was wirklich zählt, wenn nichts mehr bleibt

Nelly hat es geschafft. Sie ist mit dem erfolgreichen Wirtschaftscoach Tom verheiratet, Tochter Cleo steht kurz vor dem Abitur mit Bestnote, die jüngere Schwester Emma überrascht mit ungewöhnlichen Talenten. Ein sorgloses Leben im Überfluss, von Nelly stolz in Szene gesetzt auf ihrem Videoblog 'Happy wife, happy life!' - bis Tom eines Tages schwer verunglückt und sich der ganze Wohlstand als große Illusion entpuppt. Nelly verliert alles. Mit ihren Töchtern muss sie in eine Sozialwohnung ziehen, und schon bald putzt sie die Häuser der Reichen, in denen sie kurz zuvor noch Gast war. Aber sie gibt nicht auf. Mit Mut und Witz kämpft sie sich in ein neues Leben und lernt: Wenn Karma eine Bitch ist, dann schlag zurück!

Sie hat alles gehabt und alles verloren: Sekunden der Unachtsamkeit kosten ihre einzige Tochter das Leben. Tief sieht Linda in den Abgrund und wäre beinahe gefallen, doch da sind hauchfeine Fäden, die sie halten - die Hündin Kaja, die steten Handgriffe im Garten, das Mitgefühl für andere. Wie viel Kraft in ihr steckt, ahnt sie erst, als sie zurückfindet in einen Alltag und zu sich selbst.

Auf der Suche nach der Geschichte ihrer Mutter stößt die Inselbewohnerin Helma Petersen auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Als Sönnich Petersen stirbt, ist niemand im Dorf am Sylter Watt traurig, am wenigsten seine Tochter Helma. Er war kein liebevoller Vater, der Krieg hatte ihn hart gemacht. Sein Tod fällt in eine Zeit, in der der aufkommende Tourismus neue Menschen und Gebräuche mit sich bringt. Immer mehr Inselbewohner wollen am Wohlstand teilhaben, und auch Helma vermietet bald an Badegäste. Doch da ist noch etwas, was sie beschäftigt: Über ihre früh verstorbene Mutter wurde immer eisern geschwiegen. Auch um die Mutter ihres Kindheitsfreundes Rudi gibt es ein Geheimnis, sie wurde während des Krieges abgeholt und kam nie zurück. Wie konnten die beiden Frauen einfach so verschwinden? Warum fragte niemand nach ihnen? Helma sucht nach Klarheit und stößt auf die dunkle Vergangenheit der Insel ... Ein packender Familien- und Heimatroman, der tief in die Vergangenheit der Insel Sylt eintaucht.

Der Duft von Kaffee am Morgen. Das Juchzen, das einem entfährt, wenn endlich der Sprung ins kalte Wasser gelang. Der Geschmack des Kuchens, den uns jemand gebacken hat. Der Wochenendausflug, den wir uns selbst geschenkt haben. Der Wald, die Sonne, der Sternenhimmel, die Stunde mit einem Buch auf dem Sofa. Viel zu oft vergessen wir, uns über die alltäglichen kleinen Geschenke des Lebens zu freuen. Dieses Buch ist eine Ode an die Freude über Dinge, die wir manchmal vielleicht für zu selbstverständlich nehmen.

'Mich macht dieses Buch glücklich', sagt Elke Heidenreich. Es geht darin um 13 Heldinnen, die sich nicht aussortieren und enteignen lassen, nur weil sie 'alt' sind und ihre Familien keine Verwendung mehr für sie haben. 13 Heldinnen - voller Hoffnungen und Sehnsüchte, voller Leben - die ihre ganz eigenen, überraschenden Wege finden, wie sie bekommen, was sie wollen. Mit abgründigem Humor entlarvt Jane Campbell unsere bigotten Vorstellungen vom Alter und stellt ihnen ehrliche Erzählungen von später Intimität und Liebe und existenzieller Verlorenheit gegenüber.

Irre gut gelaunt und mit unverbrüchlichem Optimismus strauchelt Charly Benz seit 43 Jahren durch ihr Leben. Doch das ändert sich, als ihr Postverwalter und einziger Freund Herr Schabowski unheilbar erkrankt, ein geheimnisvolles Schreiben im Briefkasten ihrer Berliner Wohnung liegt und gleich drei Männer ihren Alltag gehörig durcheinanderbringen. Sie und Schabowski beschließen, ihre Probleme proaktiv anzugehen - und wählen einen höchst ungewöhnlichen Weg.

Voll literarischer Brillanz und unbändigem Humor erzählt Verena Roßbacher von einer Frau, die an den konventionellen Lebenskonzepten der Gesellschaft zu scheitern droht, bis sie lernt, eigene zu entwickeln.

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